By Pascal Kiehl | 2026-07-23
Muss ich auf Kohlenhydrate verzichten, um abzunehmen?
Kurz gesagt: Nein. Entscheidend ist die Kalorienbilanz über die Woche, nicht die Frage, ob auf dem Teller Reis, Nudeln oder Kartoffeln liegen. Als Pascal Kiehl, Personal Trainer in Düsseldorf, erlebe ich immer wieder, dass Kunden mit dem Glauben zu mir kommen, bestimmte Lebensmittelgruppen seien grundsätzlich "schlecht". Diese Vorstellung macht Ernährung unnötig kompliziert und schwerer durchhaltbar, als sie sein müsste.
Was bedeutet Kalorienbilanz konkret?
Vereinfacht gesagt: Nimmst du über einen Zeitraum mehr Kalorien auf, als dein Körper verbraucht, nimmst du zu. Ist es umgekehrt, nimmst du ab. Diese Bilanz entscheidet über Gewichtsveränderung, unabhängig davon, ob die Kalorien aus Kohlenhydraten, Fetten oder Eiweiß stammen. Ein Diät-Etikett wie Low-Carb oder Trennkost ändert am Grundprinzip nichts, es sind letztlich nur unterschiedliche Wege, die Kalorienzufuhr zu steuern.
Warum halten sich trotzdem so viele Mythen über "schlechte" Lebensmittel?
Diät-Trends verkaufen sich oft leichter mit einer einfachen Regel wie "keine Kohlenhydrate nach 18 Uhr" als mit der komplexeren, aber wahreren Aussage "achte auf deine Gesamtbilanz über die Woche". Solche Regeln fühlen sich greifbarer an, sind aber wissenschaftlich nicht besser begründet als das Prinzip der Kalorienbilanz selbst. Das Ergebnis: viele Menschen meiden ganze Lebensmittelgruppen unnötig, ohne dass das ihrem eigentlichen Ziel wirklich dient.
Wie nutze ich das Wissen um die Kalorienbilanz im Alltag?
Statt strikter Verbote lohnt es sich, die Woche als Ganzes zu betrachten. Ein üppiges Geschäftsessen am Dienstag lässt sich problemlos durch ein etwas leichteres Mittagessen am selben Tag oder eine bewusstere Wahl an einem anderen Tag ausgleichen. Diese Flexibilität nimmt den Druck aus einzelnen Mahlzeiten heraus und macht es deutlich leichter, langfristig dranzubleiben, weil kein einzelner "Fehltritt" das ganze Vorhaben gefährdet.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein Kunde aus Düsseldorf, der jahrelang erfolglos Kohlenhydrate komplett gemieden hatte, konnte durch das Verständnis der Kalorienbilanz erstmals eine Ernährungsweise finden, die er auch nach Monaten noch beibehalten hat, unter anderem, weil er wieder ganz normal Brot und Nudeln essen konnte, wenn die Wochenbilanz insgesamt passte.
Häufige Fragen zur Kalorienbilanz
Spielt die Zusammensetzung der Ernährung dann überhaupt keine Rolle? Doch, für Sättigung, Energielevel und langfristige Gesundheit ist die Zusammensetzung wichtig, für die reine Gewichtsveränderung ist aber die Gesamtbilanz der entscheidende Faktor.
Warum wird dann ständig vor bestimmten Lebensmitteln gewarnt? Oft aus vereinfachender Marketing-Logik einzelner Diätkonzepte, wissenschaftlich haltbar ist meist nur das Grundprinzip der Kalorienbilanz.
Wie berechne ich meinen eigenen Kalorienbedarf? Eine grobe Orientierung bieten Online-Rechner basierend auf Gewicht, Größe, Alter und Aktivitätslevel, eine individuelle Einschätzung im persönlichen Gespräch ist aber meist genauer.
Heißt das, ich kann essen, was ich will, solange die Kalorien passen? Im Grundsatz ja für die Gewichtsfrage, für Sättigung, Energie und Gesundheit lohnt sich trotzdem eine ausgewogene Zusammensetzung der Mahlzeiten.
Als Pascal Kiehl, Personal Trainer in Düsseldorf, helfe ich Kunden, unnötige Diät-Mythen loszulassen und stattdessen ein realistisches Verständnis ihrer eigenen Ernährung aufzubauen. In einem kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns deine aktuelle Situation gemeinsam an.