By Pascal Kiehl | 2026-07-23
Wie esse ich bei Geschäftsessen gesund, ohne unhöflich zu wirken?
Kurz gesagt: Du triffst die wichtigen Entscheidungen, bevor das Essen überhaupt am Tisch steht. Bestellung, Reihenfolge und Getränkewahl beeinflussen die Kalorienbilanz eines Geschäftsessens weit mehr als die Frage, ob du am Ende einen Bissen Dessert probierst. Als Pascal Kiehl, Personal Trainer in Düsseldorf, erlebe ich bei meinen Kunden aus dem Management immer wieder dasselbe Muster: nicht das Geschäftsessen selbst ist das Problem, sondern die fehlende Strategie davor.
Geschäftsessen gehören zum Alltag vieler Führungskräfte in Düsseldorf einfach dazu, ob am Kö-Bogen, im Medienhafen oder bei einem Kunden-Dinner in der Altstadt. Die gute Nachricht: Du musst dafür weder ablehnen noch verzichten. Es reicht, ein paar einfache Prinzipien zu kennen.
Warum Geschäftsessen so oft aus dem Ruder laufen
Bei einem klassischen Business-Dinner kommen mehrere Faktoren zusammen, die einzeln harmlos wirken, in Summe aber schnell zu einer Extra-Mahlzeit werden: ein Aperitif vor dem Essen, Brot auf dem Tisch, eine große Vorspeise, ein üppiger Hauptgang und am Ende die Frage nach dem Dessert. Jeder einzelne Punkt lässt sich leicht steuern, ohne dass es am Tisch auffällt.
Fünf Strategien für den nächsten Business-Dinner Starte mit Salat oder Suppe
Eine leichte Vorspeise füllt bereits einen Teil des Magens, bevor der Hauptgang kommt. Das macht es automatisch leichter, beim Brotkorb oder der Beilage zurückhaltender zu sein, ohne bewusst verzichten zu müssen.
Wähle die Getränkereihenfolge bewusst
Sag beim Aperitif ruhig ab oder bestelle stattdessen ein Glas Wasser. Alkohol auf nüchternen Magen wirkt schneller und verführt eher zu weiteren spontanen Bestellungen. Ein Glas Wein zum Hauptgang ist meist die bessere Wahl als ein Cocktail vorab.
Entscheide dich für eine Kohlenhydratquelle, nicht für alle
Steak mit Salat und einer kleinen Portion Kartoffeln reicht völlig. Du musst nicht zusätzlich noch das Brot und den Nachtisch mitnehmen, um satt und zufrieden vom Tisch aufzustehen.
Iss den Hauptgang bewusst zu Ende, statt beim Dessert nachzulegen
Ein vollständiger, ausgewogener Hauptgang sättigt besser als ein halb aufgegessener Teller gefolgt von Nachtisch. Wer den Hauptgang bewusst genießt, hat hinterher weniger Verlangen nach etwas Süßem.
Nutze die soziale Komponente, ohne sie zum Vorwand zu machen
Geschäftsessen haben einen wichtigen sozialen Zweck, das gehört dazu und muss nicht wegrationalisiert werden. Der Punkt ist nicht Verzicht, sondern bewusste Auswahl an den Stellen, die den größten Unterschied machen.
Was, wenn das Geschäftsessen spontan kommt?
Gerade in Düsseldorf mit seiner hohen Dichte an Firmenzentralen und internationalen Kunden sind spontane Einladungen keine Seltenheit. Hier hilft die gleiche Logik wie beim Meal-Prep aus unserem letzten Artikel: Ein Geschäftsessen wirft deine Wochenbilanz nicht um, solange die übrigen Mahlzeiten des Tages entsprechend leichter ausfallen. Ein Business-Lunch am selben Tag etwas kleiner zu halten, gleicht ein üppiges Abendessen problemlos aus.
Häufige Fragen zu Geschäftsessen und Ernährung
Muss ich bei Geschäftsessen komplett auf Alkohol verzichten? Nein. Ein Glas zum Essen ist unproblematisch. Entscheidend ist die Reihenfolge: nicht auf nüchternen Magen und nicht als Aperitif vor der ersten Vorspeise.
Wie oft im Monat sind Geschäftsessen für die Ernährung noch unproblematisch? Das hängt stark vom sonstigen Ernährungsverhalten ab. Bei ein bis zwei Geschäftsessen pro Woche reicht es meist, die übrigen Mahlzeiten bewusster zu gestalten.
Wirkt es unprofessionell, bei einem Geschäftsessen bewusst weniger zu bestellen? Nein, im Gegenteil. Eine bewusste, klare Bestellung wirkt eher souverän als unsicher.
Gilt das auch für Business-Lunches, nicht nur Abendessen? Ja, die gleichen Prinzipien lassen sich eins zu eins auf Mittagessen übertragen.
Als Pascal Kiehl, Personal Trainer in Düsseldorf, begleite ich Führungskräfte dabei, Ernährung und Business-Alltag zusammenzubringen, ohne auf das eine oder andere verzichten zu müssen. In einem Erstgespräch schauen wir uns an, wie das für deinen Alltag konkret aussieht.